Tischfernrohr Dollond um 1800

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Der aus einer französischen Hugenottenfamilie stammende John Dollond (1706-1761) eröffnete 1750 mit seinem Sohn Peter Dollond (1730-1820) in London eine optisch-mechanische Werkstatt. Nach zahlreichen Versuchen zur Archomasie mit Prismen verschieden brechender Gläser konnte Dollond ab 1758 achromatische Objektive anbieten. Am 9. April 1758 wurde ihm ein Patent auf 14 Jahren zur Herstellung dieser Instrumente zugesprochen. Auch wenn Dollond nicht der Erfinder dieser bahnbrechenden Neuerung im Fernrohrbau war so konnte er doch als erster und auch über Jahre hinweg als einziger diese Objektive wirtschaftlich herstellen und verkaufen. Die hohe Qualität seiner Flintglas Linsen geht auf den Ankauf einer außerordentlich gut gelungenen Schmelze aus Nordengland zurück. Neben seinem größten Objektiv von 5 Zoll (12,7cm) entstanden zu Dollonds Lebzeiten noch etwa ein Dutzend mit einer Öffnung von 4 Zoll (etwa 10cm).
Das abgebildete Fernrohr ist deutlich später, wohl erst Anfang 1800, entstanden. Der Tubus ist komplett aus Mahagoni gefertigt, die übrigen Teile sind aus Messing. Das Instrument befindet sich in unrestauriertem Originalzustand.

Quelle: "Fernrohre und ihre Meister" Rolf Riekher, Berlin (1957)



Zu den Bildern:

1-4. Dollond Tischfernrohr (Bilder, J.Kost)

(05/2005)



Technische Daten Tischfernrohr Dollond
Baujahr um 1800
Objektivdurchmesser / Brennweite 52mm / 750mm
Öffnungsverhältnis 1:11,6
Vergrößerung 35 fach


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