

40 Jahre Bau und Vertrieb astronomischer Geräte in Jena
Der langjährige Leiter des Bereiches Astronomische Geräte in Jena, Hans Beck, hat seine Erinnerungen an "40 Jahre bei Carl Zeiss in Jena - Teleskope und Planetarien in aller Welt" veröffentlicht. Auf 300 Seiten beschreibt er die Geschichte seiner Familie und seine Erlebnisse bei der Entwicklung, beim Bau und beim weltweiten Vertrieb astronomischer Geräte von 1954 bis 1994. Das ist nicht nur für Freunde der Geschichte der Astronomie ein interessantes Lesebuch, es enthält auch viele spannende Geschichten und Anekdoten aus dieser bewegten Zeit. Das Buch ist zum Preis von 15 Euro in der Jenaer Bücherstube (Johannisplatz 28, 07743 Jena, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ) oder direkt über Hans Beck ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ) zu beziehen. Für jedes Buch werden fünf Euro an Einrichtungen wie die Krebsstation der Jenaer Kinderklinik, die Katholische Gemeinde Jena als Beitrag für die Restfinanzierung der neuen Orgel, an die Jenaer Stadtkirche St. Michael für deren Innenrenovierung und an den Verein "Freunde und Förderer der Neurologie in Jena" gespendet.
Seit ein paar Wochen ist die 1989 fertig gestellte DDR TV-Serie „Die gläserne Fackel“ auf DVD im Handel (Amazon etc.) erhältlich. Im Vordergrund steht die Geschichte der Carl Zeiss Werke, welche in 7 Episoden ausführlich erzählt wird. Nachdem ich mir die insgesamt 390 min. angeschaut habe, hier eine kurze Rezension:
Historisch sind vor allem die ersten 3 Folgen sehr interessant. Man hatte keinen Aufwand gescheut, die alte Zeiss Werkstatt (wohl im Jenaer Zeiss Museum?) mit Leben zu füllen. Die beschriebenen Probleme bei der Anfertigung von Mikroskopoptiken, der Weg zur theoretischen Optik und die Entwicklung moderner Gläser werden historisch richtig und spannend beschrieben. Der etwas kauzige Carl Zeiss und der stets kränkelnde Ernst Abbe sind gut besetzt und wirken glaubhaft. Der Weg zum Rüstungskonzern im Widerspruch zum allmächtigen Zeiss Statut wird ebenfalls ausführlich thematisiert. Die weiteren 4 Folgen behandeln vor allem die Nachkriegszeit und sind doch ideologisch sehr stark eingefärbt. Nun steht vor allem die über mehrere Generationen bei Zeiss beschäftigte Familie Steinhüter im Vordergrund. Der Einstieg in die Mikroelektronik wird in der letzen Folge thematisiert. Es fallen aber auch kritische Worte über Plan- und Mangel-Wirtschaft. Insgesamt ist der Film sehenswert und stellt eine Mischung aus Zeiss-Geschichte und den schon von vielen fast vergessenen Alltag in der DDR dar. Ich war etwa zu Zeit der Filmproduktion in Jena und kann mich noch recht gut an den maroden Zustand des Zeiss Werks erinnern. Ein unvergessliches Erlebnis war damals mein Besuch im "Zeiss-Werkladen".
(08.03.2011)
(21.02.2011)
(18.02.2011)
(15.02.2011)
(13.02.2011)
"Astronomische Geräte für Amateure, Schulen und Volksbildung" dem interessierten Leser auf meiner Homepage zur Verfügung gestellt hat. Herr Beck war Verantwortlicher für "Forschung und Entwicklung für astronomische Geräte im VEB Carl Zeiss Jena" in der Zeit von 1954 bis 1983. Freuen Sie sich also auf jede Menge Insider Informationen! (zum Artikel)
(11.11.2010)



